Sonntag, 27. Mai 2012
Samstag, 26. Mai 2012
Ohrwurm des Tages
Santigold - Disparate youth
Das Lied aus der Vodafone Werbung
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Donnerstag, 24. Mai 2012
Shopping - Roppenheim Style Outlets
Kiko
Letzten Samstag war ich zu Besuch bei unseren französischen Nachbarn in Roppenheim, im Elsass. Dort gibt es seit kurzem ein Outletcenter direkt hinter der deutsch-französischen Grenze. Da ich nur wenige Kilometer entfernt wohne, lohnt sich für mich die Anfahrt auf jeden Fall. Es fällt mir schwer zu beurteilen, ob die Preise wirklich günstiger sind (es sollen 30-70% Rabatt sein), jedoch gefällt mir die Shopping-Atmosphäre gut. Außerdem sind neben den bekannten Marken, wie Adidas oder Guess, in Deutschland eher unbekannte Labels vertreten. Das Personal ist sehr freundlich, hilfsbereit und spricht hervorragend deutsch. Gott sei dank, denn mein Schulfranzösisch ist doch sehr eingerostet. "Oh la vache!" und "Arthur est un perroquet!" sind so ziemlich die einzigen Sätze die ich noch sagen kann. Mein Highlight ist der Kiko-Store. Ich habe zwar schon einiges über die italienische Kosmetikmarke gehört, jedoch noch kein Produkt in den Händen gehalten. Aufmachung, Verpackung und Design wirken edel und hochwertig. Die Preise sind meines Erachtens noch im Rahmen.
Sunbronzing Blush
03 Beyond Coral
13, 90 Euro
V.l.n.r 1. die drei Farben gemischt 2. Korallenton (wirkt auf dem Foto wärmer) 3. Pflaumenton 4. Pfirsichfarbener Highlighter. Die Farben sind allein oder gemischt anwendbar.
Lippenkonturenstifte
2, 50 Euro
| Farben 204 & 205 |
Soft Focus Concealer - Farbe 01
7,50 Euro
| Die Farbe 01 ist extrem gelbstichig und etwas zu dunkel für mich. |
Face Palette 01 - Origami light
Perfektionierendes Puder in fünf Farbvarianten
13, 90 Euro
| Minimierung von Rötungen, Flecken und Verfärbungen in perfektem, matt glänzendem Finish |
Precision Eyeliner
6, 90 Euro
Bis jetzt bin ich sehr zufrieden mit den Produkten. Das wird bestimmt nicht mein letzter Besuch im Kiko-Store in Roppenheim.
Tipp: Auf dem Weg zum Outlet (in Beinheim) kommt man an einer kleinen französischen Boulangerie vorbei :) Mmmmhhhmmm.... Yummiii....
Salut!
S.H.
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Donnerstag, 17. Mai 2012
Unboxing mit S.
Sechs lange Wochen habe ich nun sehnsüchtig auf dieses Päckchen gewartet. Sechs Wochen stand ich jeden Tag bzw. jeden Abend am Fenster und habe die wohl faulste Postbotin der Welt mit großen Hundeaugen angeblickt, jedes Mal vergeblich. Bis sie letzten Samstag einen Brief für mich hatte, in dem mir mitgeilt wurde, ich könne das Päckchen nun beim Zoll abholen. Argh. Montags also gleich zum Zollamt, Rechnungsbeleg vorgezeigt, 2 Euro Lagergebühr bezahlt und glücklich nach Hause gefahren. Und nein, es befand sich kein Tonträger darin, aber seht selbst:
Jawohl, es handelt sich um eine Baseballkappe. Vor etwa einem Jahr verlor ich meine geliebte Nike-Mütze (wahrscheinlich auf der Unitoilette...) und war seitdem verzweifelt auf der Suche nach einem würdigen Nachfolger, den ich nun im formschönen Modell mit dem Bärchenlogo der '69er Chicago Cubs fand.
S.
Stricken
Stricken gegen Hirnkater
Ich ging in die dritte Klasse, als ich eines Abends mit meiner Mutter am Küchentisch saß und gemeinsam mit ihr für eine Mathearbeit lernte. Ich beschwerte mich, dass mir der Kopf so rauchen würde, dass ich unmöglich auch nur noch eine einzige Aufgabe rechnen könnte. Meine Mutter lächelte und kramte ein blaues Wollknäuel aus den Tiefen ihres Nähkorbs und wir fingen an, einen Stoffhasen (am Ende ähnelte er mehr einer zerknautschten Ratte) zu häkeln. Meine Mutter erklärte mir, dass es nichts Besseres gäbe um sich von schweren geistigen Tätigkeiten zu erholen, als etwas mit den Händen zu schaffen und so rechneten und häkelten wir im Wechseltakt.
Inzwischen bin ich leider immer noch eine Matheniete, aber ich habe mir ihren Rat zu Herzen genommen und so kann man mich in besonders stressigen Zeiten immer noch beim Akkordstricken, -häkeln, oder -nähen beobachten. Im Moment bleiben mir noch zwei Wochen um 30 Seiten meiner Abschlussarbeit zu schreiben und mein Paniklevel ist inzwischen so hoch, dass die Luft zum Atmen definitiv zu dünn geworden ist. Umso schneller wächst meine momentane Strickarbeit. Da mir im Moment für komplizierte Mustersocken die Konzentration fehlt, habe ich mir eine doch recht monoton anmutendes Projekt ausgesucht. Es wird eine Flagge, die einer lieben Person demnächst zum Geburtstag geschenkt wird. Dies erklärt auch die Farbwahl, mit der ich mich bis jetzt noch nicht angefreundet habe.
Gestrickt wird in einem einfachen Waffelmuster, denn da fallen selbst mir Fehler recht schnell auf und ich kann auch über mehrere Reihen hinweg korrigieren, ohne Ribbeln zu müssen. Verstrickt werden 600g der Soft Merino von Rödel in Rot, Gelb und Violet. Dank den Interchangeable Circular Needles (Größe 3,5) von Knitpicks und dem längsten Seil macht mir auch die Breite von 120cm nicht allzu viel zu schaffen. Lediglich die Handgelenke beschweren sich bei fortschreitender Länge des Flauschhaufens.
Ganz besonderen Spaß an diesem Projekt habe ich, da ich endlich eines meiner allerliebsten Musterbücher verwenden konnte. Ich habe es in einem polnischen Ferienhaus leicht eingestaubt auf einem Regal entdeckt und mich sofort verliebt. Die ausgesprochen freundliche und allerbester aller Ferienhausbesitzerinnen der Welt hat mir das Buch geschenkt und Miss P. war ausgesprochen glücklich. Das Buch wurde 1988 in Warschau herausgegeben und bietet 1000 Muster zum Stricken und Häkeln. In der Mitte finden sich bunte Fotos mit äußerst, nun ja interessanten Pullovermustern, die aus Gründen der Kuriosität und Neugierde doch einmal Nachstricken werden sollten. Zumindest spiele ich mit dem Gedanken! Und auch in Strickbüchern findet man Hinterlassenschaften der Vorbesitzer und so fielen mir beim Durchblättern verschiedenen Musterblätter und Notizen der Ferienhausbesitzern entgegen - wie schön!
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| Miss P. rechnet immer noch im Dreisatz... |
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| Irgendwann einmal stricke ich das nach! |
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| Hihi... |
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| Sehr begeisterter Gesichtsausdruck des Jungen in Rot. |
Wie gesagt, bleiben mir noch zwei Wochen um 30 Seiten zu Schreiben und - an dieser Stelle wenden wir die, in der dritten Klasse erworbenen Mathekenntnisse an - noch 15 834 Maschen zu stricken.
Miss P.
Sonntag, 13. Mai 2012
Das verflixte zweite Album
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The Only
Place (Mexican Summer, 2012)
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„Expectation is the root of all heartache“,
wusste schon William Shakespeare und genau so ging
es mir zuletzt. Der Schmerz ist zwar schon etwas verheilt, die Enttäuschung
bleibt dennoch. Und natürlich geht es irgendwie um ein Mädchen, um was denn
auch sonst? Ihr Name ist Bethany Cosentino. Zusammen mit ihrem guten Kumpel
Bobb Bruno bildet sie die Band Best Coast. Vor knapp zwei Jahren erschien deren
Debütalbum „Crazy For You“, welches ich mir aufgrund positiver Besprechungen im
Musikexpress, der damals noch zu meiner monatlichen Lektüre gehörte, und bei
Pitchfork spntan zulegte. Schön sommerlich klang das alles, nur die Texte bzw.
das ständige „crazy“ auf „lazy (und umgekehrt) Gereime nervte leicht. Paar mal
gehört und wieder vergessen. Irgendwie landete die CD dann in meinem
Reisegepäck und während ich mir zwei Wochen lang von der Sonne das Hirn
herausbrennen ließ war „Crazy For You“ der Soundtrack dazu. Es war so etwas wie
Liebe auf den zweiten Blick bzw. genau das, was ich brauchte, war ja schließlich
selber gerade crazy for jemanden und nichts eignete sich besser als dieser
unwiderstehliche, melodieseelige Mix aus Lo-Fi Surfrock und 60’s Girlgroup Sound
gepaart mit wunderbar simplen Texten über Liebe, Schmerz, Drama und das alles.
Zwölf Songs, zwölf Schüsse direkt ins Herz und es vergeht noch immer keine
Woche, in der ich das Album nicht mindestens einmal höre.
Fast forward: seit Freitag steht ist nun der Nachfolger „The
Only Place“ in den Läden, wird seit Montag beim NPR gestreamt. Keine Ahnung wie oft ich mir es jetzt schon angehört habe, es will
mir einfach nicht gefallen, selbst Schönhören war vergeblich. Schuld daran
vor allem meine extrem hohen Erwartungen. Klar, wenn jemandem ein Album so
viel bedeutet wie mir „Crazy For You“, dann kann der Nachfolger nur enttäuschen, aber doch nicht so!
In Interviews versichterte uns Bethany immer wieder, wie
erwachsen sie doch geworden sei und wie sich das auf ihr Songwriting
ausgeübt habe. Was ein Geschwätz! Das Sommerliche ist zwar noch da, aber alles klingt irgendwie gleich, langweilig,
blutarm. Auf schnellere Songs hatte man wohl auch keinen Bock. Ein Trauerspiel. Vielleicht sollte sie ab sofort nur noch
Fremdkompositionen singen, denn sie ist wahrlich keine schlechte Sängerin.
Zugegeben, ganz so schlecht ist „The Only Place“ dann
allerdings doch nicht. Bei der schicken Produktion hat man sich wirklich Mühe,
Bethany singt so gut wie noch nie und dann ist da noch der famose Schlusstrack
„Up All Night“, ursprünglich 2010 auf einer Splitsingle mit Jeans Wilder
erschienen, welches in der neuen Hochglanzversion (die Streicher!) eine
ungeheure Strahlkraft entfaltet und einfach nur zum Heulen schön ist. Leider
ist das kein wirklicher Kaufanreiz. Ach, das ist alles so schade.
S.
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