Donnerstag, 31. Mai 2012

We're S-H-O-PP-I-N-G, we're shopping





Klausurphase. Es ist spät nachts, man ist umringt von Büchern und sämtlichen Aufzeichnungen des schon bald endenden Semesters, der Laptop glüht und der Paniklevel steigt unaufhörlich. Doch was macht der gemeine Student mache ich? Mich mit noch so unsinnigem Kram ablenken, etwa dem Durchforsten der allseits beliebten Einkaufsplattform Ebay, denn ab und an kann man dort noch immer einige Schnäppchen abgreifen. In den meisten Fällen ist dann Versand teurer als der eigentliche Kaufpreis. So etwa bei den beiden unteren CDs, für die ich jeweils 1 € bezahlt habe. Die zwei oberen waren ein paar Euro teurer, dafür war der Versand kostenfrei.

Und das ist meine kleine Ausbeute (im Uhrzeigersinn):

Muff Potter - Gute Aussicht
Courtney Love - America's Sweetheart
Hot Water Music - Caution
The Mars Volta - De-Loused in the Comatorium

Insgesamt äußerst lohnende Anschaffungen. "De-Loused in the Comatorium" ist ein epochales Werk von unfassbarer Sprengkraft und "Gute Aussicht" der großartige Schwanengesang einer der herausragendsten deutschprachigen Bands überhaupt (warum entdecke ich die erst jetzt?). Sehr überrascht hat mich Courtney Loves erster und bislang einziger Soloausflug. Das Cover lässt auf Trash vom Feinsten schließen, doch falsch gedacht. Frau Love präsentiert sich hier, mit leicht lädierter Stimme zwar, in bestechender Form. Songwriting und Produktion, top notch! Über "Caution" kann ich indes noch nicht so viel sagen, da es erst heute ankam. Der erste Eindruck ist allerdings schonmal positiv. Und fader als die aktuelle Veröffentlichung der Band kann es nicht sein.

S.

Sonntag, 27. Mai 2012

Donnerstag, 24. Mai 2012

Ohrwurm des Tages





Aretha Franklin - I say a little prayer




Shopping - Roppenheim Style Outlets





Kiko 


Letzten Samstag war ich zu Besuch bei unseren französischen Nachbarn in Roppenheim, im Elsass. Dort gibt es seit kurzem ein Outletcenter direkt hinter der deutsch-französischen Grenze. Da ich nur wenige Kilometer entfernt wohne, lohnt sich für mich die Anfahrt auf jeden Fall. Es fällt mir schwer zu beurteilen, ob die Preise wirklich günstiger sind (es sollen 30-70% Rabatt sein), jedoch gefällt mir die Shopping-Atmosphäre gut. Außerdem sind neben den bekannten Marken, wie Adidas oder Guess, in Deutschland eher unbekannte Labels vertreten. Das Personal ist sehr freundlich, hilfsbereit und spricht hervorragend deutsch. Gott sei dank, denn mein Schulfranzösisch ist doch sehr eingerostet. "Oh la vache!" und "Arthur est un perroquet!" sind so ziemlich die einzigen Sätze die ich noch sagen kann. Mein Highlight ist der Kiko-Store. Ich habe zwar schon einiges über die italienische Kosmetikmarke gehört, jedoch noch kein Produkt in den Händen gehalten. Aufmachung, Verpackung  und Design wirken edel und hochwertig. Die Preise sind meines Erachtens noch im Rahmen.

Sunbronzing Blush
 03 Beyond Coral

   13, 90 Euro








V.l.n.r 1. die drei Farben gemischt 2. Korallenton (wirkt auf dem Foto wärmer) 3. Pflaumenton 4. Pfirsichfarbener Highlighter. Die Farben sind allein oder gemischt anwendbar.

Lippenkonturenstifte

2, 50 Euro
                                                             



Farben 204 & 205



Soft Focus Concealer - Farbe 01

7,50 Euro



Die Farbe 01 ist  extrem gelbstichig und etwas zu dunkel für mich.


Face Palette 01 - Origami light 
Perfektionierendes Puder in fünf Farbvarianten


13, 90 Euro



Minimierung von Rötungen, Flecken und Verfärbungen in perfektem, matt glänzendem Finish


Precision Eyeliner

6, 90 Euro


Bis jetzt bin ich sehr zufrieden mit den Produkten. Das wird bestimmt nicht mein letzter Besuch im Kiko-Store in Roppenheim.


Tipp: Auf dem Weg zum Outlet (in Beinheim) kommt man an einer kleinen französischen Boulangerie vorbei :) Mmmmhhhmmm.... Yummiii....





Salut!

 S.H.



Donnerstag, 17. Mai 2012

Unboxing mit S.

Sechs lange Wochen habe ich nun sehnsüchtig auf dieses Päckchen gewartet. Sechs Wochen stand ich jeden Tag bzw. jeden Abend am Fenster und habe die wohl faulste Postbotin der Welt mit großen Hundeaugen angeblickt, jedes Mal vergeblich. Bis sie letzten Samstag einen Brief für mich hatte, in dem mir mitgeilt wurde, ich könne das Päckchen nun beim Zoll abholen. Argh. Montags also gleich zum Zollamt, Rechnungsbeleg vorgezeigt, 2 Euro Lagergebühr bezahlt und glücklich nach Hause gefahren. Und nein, es befand sich kein Tonträger darin, aber seht selbst:





Jawohl, es handelt sich um eine Baseballkappe. Vor etwa einem Jahr verlor ich meine geliebte Nike-Mütze (wahrscheinlich auf der Unitoilette...) und war seitdem verzweifelt auf der Suche nach einem würdigen Nachfolger, den ich nun im formschönen Modell mit dem Bärchenlogo der '69er Chicago Cubs fand.

S.







Stricken

Stricken gegen Hirnkater


Ich ging in die dritte Klasse, als ich eines Abends mit meiner Mutter am Küchentisch saß und gemeinsam mit ihr für eine Mathearbeit lernte. Ich beschwerte mich, dass mir der Kopf so rauchen würde, dass ich unmöglich auch nur noch eine einzige Aufgabe rechnen könnte. Meine Mutter lächelte und kramte ein blaues Wollknäuel aus den Tiefen ihres Nähkorbs und wir fingen an, einen Stoffhasen (am Ende ähnelte er mehr einer zerknautschten Ratte) zu häkeln. Meine Mutter erklärte mir, dass es nichts Besseres gäbe um sich von schweren geistigen Tätigkeiten zu erholen, als etwas mit den Händen zu schaffen und so rechneten und häkelten wir im Wechseltakt. 


Inzwischen bin ich leider immer noch eine Matheniete, aber ich habe mir ihren Rat zu Herzen genommen und so kann man mich in besonders stressigen Zeiten immer noch beim Akkordstricken, -häkeln, oder -nähen beobachten. Im Moment bleiben mir noch zwei Wochen um 30 Seiten meiner Abschlussarbeit zu schreiben und mein Paniklevel ist inzwischen so hoch, dass die Luft zum Atmen definitiv zu dünn geworden ist. Umso schneller wächst meine momentane Strickarbeit. Da mir im Moment für komplizierte Mustersocken die Konzentration fehlt, habe ich mir eine doch recht monoton anmutendes Projekt ausgesucht. Es wird eine Flagge, die einer lieben Person demnächst zum Geburtstag geschenkt wird. Dies erklärt auch die Farbwahl, mit der ich mich bis jetzt noch nicht angefreundet habe.



Gestrickt wird in einem einfachen Waffelmuster, denn da fallen selbst mir Fehler recht schnell auf und ich kann auch über mehrere Reihen hinweg korrigieren, ohne Ribbeln zu müssen. Verstrickt werden 600g der Soft Merino von Rödel in Rot, Gelb und Violet. Dank den Interchangeable Circular Needles (Größe 3,5) von Knitpicks und dem längsten Seil macht mir auch die Breite von 120cm nicht allzu viel zu schaffen. Lediglich die Handgelenke beschweren sich bei fortschreitender Länge des Flauschhaufens.


Ganz besonderen Spaß an diesem Projekt habe ich, da ich endlich eines meiner allerliebsten Musterbücher verwenden konnte. Ich habe es in einem polnischen Ferienhaus leicht eingestaubt auf einem Regal entdeckt und mich sofort verliebt. Die ausgesprochen freundliche und allerbester aller Ferienhausbesitzerinnen der Welt hat mir das Buch geschenkt und Miss P. war ausgesprochen glücklich. Das Buch wurde 1988 in Warschau herausgegeben und bietet 1000 Muster zum Stricken und Häkeln. In der Mitte finden sich bunte Fotos mit äußerst, nun ja interessanten Pullovermustern, die aus Gründen der Kuriosität und Neugierde doch einmal Nachstricken werden sollten. Zumindest spiele ich mit dem Gedanken! Und auch in Strickbüchern findet man Hinterlassenschaften der Vorbesitzer und so fielen mir beim Durchblättern verschiedenen Musterblätter und Notizen der Ferienhausbesitzern entgegen - wie schön!


Miss P. rechnet immer noch im Dreisatz...
Irgendwann einmal stricke ich das nach!

Hihi...
Sehr begeisterter Gesichtsausdruck des Jungen in Rot.




Wie gesagt, bleiben mir noch zwei Wochen um 30 Seiten zu Schreiben und - an dieser Stelle wenden wir die, in der dritten Klasse erworbenen Mathekenntnisse an - noch 15 834 Maschen zu stricken. 

Miss P.